Keltengruppe Teutates
English Deutsch

  
 

null.gif Mein Zugang
null.gif

null.gif Impressum
null.gif

Forum Gallicum

Färberwau (Reseda)

Die ersten Nachweise von Färberwau kommen aus den jungsteinzeitlichen Pfahlbausiedlungen in der Schweiz. Hier wurden allerdings nur die Samen der Pflanze gefunden. Ob und wie sie letztendlich genutzt wurde, ist nicht bekannt. Die ersten gefärbten Textilien mit Reseda finden sich im Fürstengrad in Hochdorf, 5. Jhd. v. Chr. Die römischen Dichter Vergil und Vitruv berichten von einer Pflanze mit dem Namen „herba lutea“. Wahrscheinlich ist hier der Färberwau gemeint.
Im späten Mittelalter waren die Hauptanbaugebiete Deutschlands in Thüringen, Sachsen, Bayern und Württemberg. Da Reseda sehr gut auf Seide färbt, hat sich die Pflanze als Farbstoff zum Färben von Seide bis ins 20.Jhd. gehalten.
Färberwau kann man heutzutage noch verwildert an Bahndämmen, Abfallgruben oder an Autobahnstreifen finden.

 

Blühender Färberwau

 

Rezept:

 

Färberwau ist eine mehrjährige Pflanze, die im zweiten Jahr geerntet wird. Der gelbe Farbstoff ist in der kompletten Pflanze enthalten. Während oder kurz nach der Blüte im zweiten Jahr wird die komplette Pflanze abgeschnitten und zerkleinert. Je kleiner, umso besser, da sich dann der Farbstoff am besten entfalten kann. Ich habe die Pflanzenteile im Verhältnis 1:3 (für 100 gr Wolle 300 gr Färberwau) in kleine Stückchen geschnitten und 1 Stunde ausgekocht. Danach wird die Wolle auch noch mal 1 Stunde im Färbebad geköchelt. Viele Rezepte geben jetzt noch ein paar Teelöffel Kalk hinzu, um das Gelb zu intensivieren. Mir war’s aber auch ohne Kalk schon gelb genug.

 

Zerkleinerter Wau  Wolle 1 Stunde geköchelt Links: 1. Zug 
Mitte: 2. Zug 
Rechts: 3. Zug mit Eisensulfat

Druckoptimierte Version  

(1599 mal gelesen)

Copyright © by Keltengruppe Teutates

Zurück ]
mlContent Full Multilanguage Modifications  © 2017 by cn.fSZ Web-Development


Seitenerstellung in 0.1052 Sekunden, mit 15 Datenbank-Abfragen