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Forum Gallicum

Pfeil- und Bogenbau

Bogenbau und Bogenschiessen bei den Kelten

Im Gegensatz zu anderen Völkern wie Skythen, Perser oder Hunnen spielte bei den Kelten das Bogenschiessen nur eine untergeordnete Rolle.

Pfeil und Bogen waren in erster Linie Jagdwaffe und wurden bei kriegerischen Auseinadersetzungen nur in geringen Umfang eingesetzt. In "De bello Gallico" erwähnt Cäsar, dass Vercingetorix bei der Belagerung von Alesia seine Reiterei und sein Fußvolk durch Bogenschützen unterstützen lässt.

Aus keltischer Zeit sind leider keine Bogenfunde erhalten. Kompositbögen, also mit Horn und Tiersehnen, waren den Kelten vermutlich bekannt. Diese Art von Bögen wurde hauptsächlich von nomadischen Steppenvölker und im Mittelmeerraum eingesetzt. Kompositbögen sind jedoch sehr aufwändig in der Herstellung. Zudem sind sie empfindlich gegenüber Feuchtigkeit, und daher für eher feuchtes mitteleuropäisches Klima nur bedingt geeignet. Darum ist anzunehmen, dass die Kelten Vollholzbögen verwendeten. Das heißt, Bögen, die aus einem Stück Holz herausgeschnitzt sind.

 

Holz, das zum Bogenbau verwendet wird, sollte abgelagert, gerade gewachsen, frei von Astlöchern, frei von Drehwuchs und frei von Trocknungsrissen sein. Das ist der Idealzustand, der bei einem Naturmaterial wie Holz so gut wie nie erreicht wird. Das ist auch nicht weiter tragisch, wenn man dem Holz nicht eine Form aufzwingt. Stattdessen muss die Form und Stärke des Bogens an das Holz angepasst werden. Mit etwas Übung, Erfahrung, handwerklichen Geschick und vor allen viel Geduld lassen sich auch aus nicht ganz optimalen Rohlingen haltbare und leistungsfähige Bögen bauen.

Freilegen des Jahresrings für den Bogenrücken mittels Ziehklinge

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