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Forum Gallicum

Weben am Gewichtswebstuhl

 

Das Weben am Gewichtswebstuhl war bereits zusammen mit dem Spinnen seit der Jungsteinzeit (ca. 3000 v. Chr.) bekannt. Komplette Webstühle sind aus dieser Zeit allerdings keine erhalten. Doch fand man in Siedlungen die Gewichte, die zum Spannen der Kettfäden verwendet wurden und mit Hilfe antiker Abbildungen konnte man sich so ein Bild der Webstühle machen.  Der Gewichtswebstuhl verschwand in Europa im Mittelalter und wurde durch  moderneres Gerät ersetzt, aber in Lappland oder Island war er noch bis ins 19. Jhd. unserer Zeit in Gebrauch.

 

Der Gewichtswebstuhl steht leicht nach hinten geneigt senkrecht am Boden. Der Anfang der Kettefäden wird am oberen Balken, das Ende mit Gewichten aus Stein oder Ton festgebunden. Zwischen den Pfosten des Webstuhls befinden sich außerdem noch der Trennstab und der Lizenstab. Jeder zweite Kettfaden liegt vor dem Trennstab, die anderen Fäden werden am Lizenstab gebunden und sind hinter dem Trennstab angeordnet. So fallen sie automatisch zurück und bilden das natürliche Fach. Nach dem ersten Schussfaden wird der Lizenstab mit dem angebunden Kettfäden zurück geschoben (zum Weber hin) und überschneidet sich somit mit den anderen Kettfäden. Das künstliche Fach ist entstanden. Man legt den nächsten Schussfaden ein und kann zurückweben. Danach wird der Lizenstab wieder für das nächste Fach nach vorne geschoben usw.


Gewichtswebstuhl im Freilichtmuseum Lejre, Dänemark
 


Kammweben


Der Webkamm dient zur Herstellung von Bändern oder etwas schmaleren Geweben. Er besteht aus Schlitzen und Löchern, durch die die Kettfäden gezogen werden. Die Fächer zum Weben entstehen durch das Anheben und Herunterlassen des Webkamms (ähnlich dem Vor- und Zurückschieben des Lizenstabs beim Gewichtswebstuhl). Die Kettfäden in den Löchern bleiben immer an ihrem Platz, aber die Fäden in den Schlitzen können sich so hoch- und runterbewegen.

Der älteste Fund eines solchen Webkamms stammt aus einer Römersiedlung in England aus dem 1. Jhd. n. Chr. Er wird wird aber schon für die Keltenzeit angenommen. In Österreich wurden Bänder gefunden, die auf das 5./6. Jhd. v. Chr. datiert werden. Da es sich beim Kammweben um die gleiche Technik wie beim Gewichtswebstuhl handelt, können die Bänder aber sowohl auf dem Kamm, oder auch auf dem Webstuhl hergestellt worden sein.

 


Webkamm mit eingezogenen Kettfäden Mit dem Webkamm gewebte Bänder

 

 

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