Keltengruppe Teutates

Wallnuss-Schalen 

Mit Wallnussschalen wurden schon bei den Römern braune Stoffe gefärbt. Hier nimmt man die grüne, äußere Hülle zum Färben, nicht die Wallnuss an sich. Plinius der Ältere beschreibt im 1. Jhd. n. Chr. die Färberei mit Wallnüssen in seiner „Naturalis Historica“. Der Wallnussbaum wurde dann wahrscheinlich durch die Römer nach Mitteleuropa gebracht und dort kultiviert. In der wikingerzeitlichen Siedlung in Birka (Schweden) aus dem 9. Jhd. n Chr. wurden auch Textilreste mit Wallnussfärbung gefunden.

Im Mittelalter gründete sich die Zunft der Schwarzfärber, die auch mit Hilfe von Wallnussschalen braun, dunkelbraun bis schwarz färbten. Ein Färberezept aus der „Innsbrucker Handschrift“ aus dem 14. Jhd. lautet wie folgt:

Nim grün nusschaln vnd stozz die vnder einander vnd lazze das siben tag vaulen in einem hevelein vnd da mit verb schwarcz varb.

 

Getrocknete und zerkleinerte Wallnussschalen

 

Rezept:

Bei einer Färbung mit Wallnussschalen muss die Wolle vorher nicht gebeizt werden. Man kann auch eine „Kaltfärbung“ machen, d. h., man legt die zerkleinerten Schalen ca. 1 Tag in Wasser ein und legt danach die Wolle für 1 – 2 Tage mit ins Wasser. Hier färbt sich die Wolle auch braun, obwohl das Wasser nicht erhitzt wurde. Ich habe allerdings die Schalen 1 Stunde lang gekocht (300 gr für 100 gr Wolle), und hab dann die Wolle auch noch mal 1 Stunde lang geköchelt.

 

Ergebniss

© 2017 by Keltengruppe Teutates

Dieser Artikel kommt von Keltengruppe Teutates

Die URL für diesen Artikel ist:
http://www.teutatesnet.de/portal/modules.php?name=mlContent&pid=34