Keltengruppe Teutates
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Forum Gallicum

Keltengruppe Teutates - Verfügbare Inhaltsbereiche

Färben

Der Wunsch, Gegenstände mit bunten Farben zu verzieren, ist fast so alt wie die Menschheit selbst. Nachweise davon zeigen uns die 30.000 Jahre alten Höhlenmalereien in Frankreich. Hier wurden mit Erde und Mineralien die ältesten bekannten Bilder gemalt.

Ab ca. 3.000 v. Chr. findet man die ersten gefärbten Textilien. Die Kelten verwendeten ab dem 8. Jhd. v. Chr. pflanzliche und tierische Materialien, um ihre Stoffe zu färben. Die Tuche aus dem Fürstengrab in Hochdorf im 5. Jhd. v. Chr. wurden z. B. mit der Kermes-Laus (rot), dem Färberwaid (blau) oder dem Färberwau (gelb) gefärbt. Bis ins Mittelalter wurden die einheimischen Pflanzen zur Färbung verwendet, danach kamen mit den Kreuzzügen und der Entdeckung Amerikas noch unzählige neue Farbtöne dazu. Mit der Erfindung der synthetischen Farben im 19. Jhd. wurde das Färben mit natürlichen Produkten in den Hintergrund gedrängt, bis es ganz verschwand.

Hier möchten wir unser wiedererlangtes Wissen über das Färben mit Pflanzen weitergeben. Die verwendeten Materialien sind allerdings nicht immer nur in der keltischen Zeit zu finden. Wir probieren auch mit "neuzeitlichen" Pflanzen, schöne Farbergebnisse zu erzielen.

Folgende Arbeitsschritte sind im Allgemeinen notwendig, um Wolle zu färben. Eine kurze Beschreibung unserer Färberrezepte gibt es zum jeweiligen gefärbten Wollstrang. Es gibt aber auch noch viele andere Vor- oder Nachbehandlungsmethoden, um verschiedene Farbtöne zu bekommen. Dies kann man im Internet oder in verschiedenen Büchern nachlesen.

Vorbereiten der Wolle (gilt für jedes Rezept)

Die Wolle muss vor dem Färben gereinigt werden. Am besten wäscht man sie in lauwarmem Wasser mit etwas Seife aus, so dass sich der grobe Schmutz lässt.

Die einzelnen Haare der Wolle besitzen eine schuppige Oberfläche. Um diese zu öffnen und die Farbe in die Faser zu lassen, benötigt man Hilfsmittel zum Vorbeizen. Wir nehmen dazu Alaun. Dazu nimmt man ca. 10 Gramm Alaun auf 100 Gramm Wolle. Man lässst das Alaun in Wasser auf und gibt dann die Wolle dazu. Die Wolle sollte locker im Wasser schwimmen können. Dann erhitzt man das ganze vorsichtig, bis das Wasser leicht kocht und lässt es eine Stunde köcheln. Dabei sollte man immer wieder die Wolle vorsichtig im Wasser bewegen und auf keinen Fall wild rühren, da sie sonst verfilzt.

Nach dem Alaunbad gut auswaschen, dabei aber auf die Temperatur achten. Mit heißem Wasser beginnen und nur langsam Kühleres nehmen, da auch hier wieder die Gefahr des Filzens besteht.

Vorbereiten des Färbeguts

Grundsätzlich ist es meistens der gleiche Vorgang: Auskochen des Pflanzenmaterials, abseihen und dann die Wolle ins Färbewasser und wieder ca. eine Stunde köcheln.

Nach dem Färben (gilt für jedes Rezept)

Die Wolle gut auswaschen, dabei wieder darauf achten, dass sie keinen Temperaturschock bekommt, sprich mit heißem Wasser anfangen und dann langsam Kühleres nehmen.

Nach dem Trocknen muss die Wolle nun noch gekämmt werden und dann steht dem Spinnen nichts mehr im Wege.


Färbepflanzen


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Handwerke

Aktivitäten & Handwerke

 

In Anlehnung an unsere südhessische Geschichte haben wir uns auf die Darstellung von Kelten zur Zeit des Gallischen Krieges spezialisiert. In unserer Region liegen faszinierende Funde aus Grabbeigaben und Siedlungsresten vor, welche zur Darstellung der keltischen Kultur anregten. Gemeinsam versuchen wir, einen Einblick in das Leben und Werken im ersten Jahrhundert vor Christus zu erlangen und dem interessierten Publikum wiederzugeben.

 

 

Alte Handwerkskunst neu entdeckt

 

Viele technische Möglichkeiten, die uns heute zur Verfügung stehen, kannte man zur Zeit der Kelten noch nicht. Daher unterschätzen wir unsere Vorfahren häufig, denn unter Ihnen gab es geniale Handwerker, die mit großer Kunstfertigkeit wunderschöne Gegenstände herstellten. Zahlreiche Funde, zum Beispiel feingewebte Stoffe und Bänder, können wir selbst mit modernsten Technologien nicht reproduzieren.


Grund genug, diese alten Handwerkstechniken nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Wir möchten daher den Besuchern von Museumsfesten und historischern Märkten einen Einblick in diese alte Handwerkskunst bieten. Unsere Werkzeuge hierfür werden wir nach und nach selbst immer mehr nach alten Vorlagen herstellen.

Wir freuen uns über Fragen und natürlich können Besucher bei uns einen Teil der handwerklichen Arbeiten auch selbst ausprobieren.


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Keltengruppe


Das Rhein-Main-Gebiet im 1. Jhd. v. Chr.

Schon seit über 600 Jahren siedelten von Spanien bis Böhmen verschiedene keltische Stämme und hinterließen ihre Spuren. Zeugnisse davon finden sich im Rhein-Main-Gebiet beispielsweise im Frankfurter Stadtwald, am Glauberg/Wetterau, am Heidetränk-Oppidum/Taunus, in Waldalgesheim/Rheinhessen und in Bad Nauheim, um nur einige zu nennen.

Zur Zeit des Gallischen Krieges (58 - 51 v. Chr.) gab es in dem Gebiet entlang des Rheins zwischen Koblenz und Worms Wanderbewegungen verschiedener Stämme. Einerseits wurden linksrheinische Stämme fast vollständig vernichtet, andererseits wurden rechtsrheinische Stämme von Cäsar dort angesiedelt, weil sie sich der römischen Hoheit unterwarfen und so halfen, diese Grenze zu sichern. Andere wanderten aus dem Osten ein und nahmen unbewohntes Land in Besitz. Die Namen dieser Stämme sind bekannt geworden durch Cäsars Aufzeichnungen in der "Bello Gallico" oder historischen Aufzeichnungen wie die z.B. von Poseidonis und Tacitus. Namentlich dabei sind rechtsrheinisch die Vangiones, Mattiaker, Tenkterer und Chatten zu nennen.

Aus politischen Gründen, oder weil er es nicht besser wusste, bezeichnete Cäsar alle Bewohner rechts des Rheins als Germanen, womit er alle dort lebenden Stämme meinte. Allerdings ist inzwischen hinreichend bekannt, dass diese dort lebenden Stämme aufgrund kulturellerer und handwerklicher Fertigkeiten auch zu dem keltischen Kulturraum gezählt werden.

Bevor Cäsar in Gallien einfiel, lebten die Kelten in ihrer Tradition der Stämme, ihrer Religion und ihrer Gesetze. Diese Tradition möchten wir als Keltengruppe Teutates wieder aufleben lassen.

Auf regelmäßigen Lagern wird von unseren Handwerkern alles hergestellt, was zum Leben und Kämpfen benötigt wurde. Und abends wird zur Ermutigung dann auch gefeiert.
Die Gruppe besteht aus Männern und Frauen, die sich als Hobby mit dem Keltentum im 1. Jhd. v. Chr. befassen und dies auch mit Gleichgesinnten ausleben möchten. Neben gemeinsamen Lagerbesuchen und Handwerkereien im Sommer wird im Winter an jedem ersten Freitag im Monat ein Stammtisch abgehalten. Interessierte Besucher sind hierzu natürlich gerne eingeladen. Im Sommer freuen wir uns über Besuch auf einem unserer Lager. Die Termine und Lokalitäten sind auf dieser Seite bei "Veranstaltungen" zu finden. Bei Interesse reicht eine E-Mail an unsere Kontaktadresse „info@teutatesnet.de“.

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